Veranstaltungen zum Tag der politischen Gefangenen 2026

Briefe schreiben in den Knast

Wann? Montag, 16. März, 18 Uhr
Wo? Kollektivcafé Kurbad, Sternstraße 20

Aktuell sitzen so viele Antifaschist*innen im Knast, wie schon lange nicht mehr. Wir wollen unsere Genoss*innen im Knast nicht alleine lassen.
Briefe schreiben ist ein einfaches und effektives Mittel, um die soziale Isolation im Knastalltag zu durchbrechen. Sie bringen Abwechslung, ermöglichen Gespräche und zeigen, das wir unsere Genoss*innen nicht vergessen haben. Briefe geben Mut, sich nicht unterkriegen zu lassen.

Für die Menschen außerhalb der Knäste ist es oft nicht leicht, mit dem Schreiben zu beginnen und eine Brieffreund*innenschaft aufzubauen. Wie fange ich am besten an? Was kann ich schreiben und was lieber nicht? Kann ich auch von schönen Ereignissen schreiben? All das sind Fragen, über die wir gemeinsam ins Gespräch kommen wollen.

Im ersten Teil des Workshops wird es einen kurzen Input zum Thema „Briefe schreiben“ von Thomas Meyer-Falk geben. Danach ist Raum für Fragen. Im Anschluss daran wollen wir gemeinsam Briefe und Postkarten schreiben. Materialien und Adressen gibt es ausreichend vor Ort. Wenn ihr besonders schöne Postkarten oder Briefpapier habt, bringt das natürlich gerne auch noch mit. Wir freuen uns auf euch! (Solikreis Kassel)

Jenseits von Strafe: mit Transformative Justice zu einer gerechten Gesellschaft ohne Gefängnisse!?

Wann? Dienstag, 17. März, 18 Uhr
Wo? LiZA, Die Freiheit 19

mit Paulina und Thomas: Paulina war für mehrere Jahre in der Gefangenenunterstützung aktiv. Thomas beschäftigt sich seit drei Jahrzehnten auf praktischer Ebene mit Gefängniskritik und Abolitionismus.

In einem interaktiv gestalteten Workshop sollen sich nach einem Input seitens der Referent*innen, die Teilnehmenden mithilfe von Textbeispielen mit den Ideen von Strafe, Straflust, Gefängnis und der Alternative in Gestalt von transformativen Gerechtigkeitsvorstellungen auseinandersetzen. Im Anschluss werden die in den Kleingruppen erarbeiteten Erkenntnisse in der Gesamtgruppe diskutiert. Ziel des Workshops ist es, das verinnerlichte System des Strafens zu reflektieren und die Sensibilität für alternative Formen von Gerechtigkeit, jenseits von typischen Strafmechanismen, zu wecken.

Unsere Sprechstunde

Unsere Sprechstunde findet regelmäßig einmal pro Monat von 18 bis 19 Uhr im kurdischen Kulturverein statt. Die konkreten Termine seht ihr unten. Ihr könnt dort gern vorbeikommen, wenn ihr rechtliche Fragen zum Umgang mit Repression im Zusammenhang mit eurem politischen Aktivismus habt. Oder auch wenn ihr andere Fragen zur Arbeit der Roten Hilfe bundesweit bzw. in Kassel habt.

Falls ihr schon Post von Polizei/Staatsanwaltschaft/Gericht/Ordnungsamt im Briefkasten habt, kommt auf jeden Fall vorbei und schreibt uns in dringenden Fällen vorab eine Email an kassel (ät) rote-hilfe.de. (Infos zu Verschlüsselung etc. findet ihr hier.)

DIe nächsten Termine

Mi, 11. März 2026
Mi, 22. April 2026
Mi, 20. Mai 2026
Mi, 17. Juni 2026

Uhrzeit: 18-19 Uhr

Ort: Komel (Kurdischer Kulturverein), Kurt-Schumacher-Straße 5 (Tür zwischen den beiden Asiatisch/Afrikanischen-Lebensmittelmärkten, dann 3. Stock. Aufzug vorhanden).

Sprachen: Wir sprechen leider „nur“ Deutsch und ggf. Englisch. Falls ihr andere Sprachkenntnisse benötigt, organisiert euch eigene Dolmetscher*innen oder schreibt uns vorher an, und wir schauen, was möglich ist.

Rheinmetall Entwaffnen: Info- und Austauschabend

WICHTIG: Solltet ihr im Nachgang der RME-Aktionen in Köln Post bekommen, bleibt erstmal ruhig! Zu polizeilichen Vorladungen als Beschuldigte*r oder Zeug*in müsst und solltet ihr nicht gehen, meldet euch stattdessen gern bei uns: kassel@rote-hilfe.de.

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Zu tausenden sind wir im Sommer beim Rheinmetall Entwaffnen Camp zusammengekommen, haben uns vernetzt und erfolgreich die Rüstungsindustrie und ihre Komplizen blockiert. Gemeinsam haben wir einen der größten Momente der antimilitaristischen Bewegung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten geschaffen. Der Staat wollte uns diesen Erfolg nicht gönnen und hat versucht uns mit Gewalt und Repression einzuschüchtern – doch wir trotzten selbstbewusst der Schikanen.

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Holt Maja zurück!

Nach einer rechtswidrigen Auslieferung von Deutschland nach Ungarn und knapp einem Jahr grausamer Isolationshaft in Budapest ist Maja, Antifaschist*in aus Jena, am 5. Juni 2025 in den Hungerstreik getreten. Maja fordert die Rücküberstellung nach Deutschland. Wir unterstützen Majas Forderung und senden solidarische Grüße und viel Kraft aus Kassel!

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Filmvorführung: Wir sind so frei

Donnerstag, 31. Juli, 18 Uhr im LiZa

In „Wir sind so frei“ porträtieren die Filmemacher Christian Lehmann-Feddersen und Alf Schreiber eine Vielzahl von Aktivistinnen und Aktivisten, deren Leben durch den G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg und ihren Widerstand gegen das bestehende kapitalistische System miteinander verknüpft sind.

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